Aufstände wegen Rauchverbot in Gefängnissen

In der Kurzgeschichte „Quitters Inc.“ aus dem Jahr 1978 von Stephen King, wird von einer fiktiven Rauch-Stopp-Firma erwähnt, dass es in Gefängnissen jeweils Aufstände gäbe, wenn Zigarettenrationen gekürzt würden um Geld zu sparen, deshalb würde man dies gar nicht erst versuchen. Aufstände, obwohl die Gefangenen auf sonst alles verzichten müssten wie normales Sexualleben, Alkohol, politische Betätigung, Freiheit – aber wehe die Zigaretten würden verboten… Zurück zur Realität. Per 1. Juli 2015 wurde in Australien im Bundesstaat Victoria ein Rauchverbot in Gefängnissen eingeführt. Es führte – zur Revolte und Aufständen, welche erst nach 15 Stunden gestoppt werden konnten. Per 10. August führte nun auch Australiens grösster Bundesstaat New South Wales das Rauchverbot in Gefängnissen ein. Das ganze ergibt interessante Diskussionen, während hauptsächlich davon gesprochen wird, Rauchen sei ein Menschenrecht, wird das Thema „Passivrauchen im Gefängnis“ völlig ignoriert. Auch ist es interessant und erschreckend, welche Reaktionen, Aggressionen und Brutalitäten bei Rauchverboten auftreten können.

Artikel im Berliner Kurier

Artikel im Luxemburger Wort

Artikel zu den Aufständen in der NZZ.