Erbgutschäden durch Passivrauch

DNS mag keinen Tabakrauch

(Cancer Research 60 S. 2906)

Auch Passivrauchen schädigt das Erbgut

Passivrauchen schädigt einer Studie zufolge definitiv das Erbgut und steht damit auch in Zusammenhang mit der Entwicklung von Lungenkrebs. Auf eine entsprechende Studie eines europäischen Forscherteams macht der Pressedienst „Blauer Dunst“ des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg aufmerksam.

Demnach wiesen die finnische Wissenschaftlerin Kirsti Husgafvel-Pusiainen und Kollegen im Krebsgewebe von Nichtrauchern die Passivrauch ausgesetzt waren Erbgutveränderungen im so genannten p53-Gen nach das für seine Krebs verhütende Wirkung bekannt ist. Dabei waren in dem Gen bestimmte Basenpaare dergestalt verändert wie es auch häufig im Lungenkrebs-Gewebe von aktiven Rauchern auftritt in Lungentumoren von Nichtrauchern hingegen zumeist nicht vorkommt.

Der Studie aus mehreren europäischen Ländern zufolge hatten Raucher gegenüber lebenslangen Nichtrauchern die auch nicht unter Passivrauch zu leiden hatten ein etwa vier Mal höheres Risiko für p53-Mutationen im Krebsgewebe (30 Prozent der jeweiligen Lungenkrebsfälle zu sieben Prozent).

Nichtraucher die mit einem rauchenden Partner zusammen lebten hatten knapp doppelt so oft Veränderungen (13 Prozent) im so genannten Tumorsupressor-Gen p53 als die lebenslangen Nichtraucher die auch nicht „mitrauchten“.

Das Protein p53 ist verantwortlich für die Überwachung der Zellfunktionen.

Es aktiviert bei Störungen die zelleigenen Reparaturmechanismen oder leitet

gegebenenfalls das Absterben der Zelle ein und spielt daher eine wichtige Rolle

bei der körpereigenen Unterdrückung von Krebs.